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Anabolika Nebenwirkungen

Besonders im Bodybuilding hört man immer wieder von sogenannten „Anabolika“. Unter Anabolika versteht man aufbauende Substanzen, die zu einem Wachstum von körpereigenem Gewebe führen. Das Zielorgan ist eigentlich immer die Skelettmuskulatur. Es sind Stoffe, wie z. B. Testosteron, das männliche Sexualhormon, welches zu einer erhöhten Proteinsynthese im Körper führt.

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Insbesondere im Hoden des Mannes, genauer gesagt in den Leydig-Zwischenzellen, wird der Großteil des Hormons gebildet. Die Frau produziert nur sehr geringe Mengen an Testosteron über die Nebennierenrinde und Eierstöcke.

Im Bodybuilding oder anderen Leistungssportarten sind jedoch keine Anabolika natürlichen Ursprungs gemeint, sondern anabole-androgene Steroide.

Anabole-androgene Steroide sind synthetisch hergestellte, anabole Substanzen, die unseren körpereigenen Anabolika ähneln oder gleichen. Meistens sind es Abkömmlinge des Testosterons.

Sowohl der Erwerb ohne Rezept als auch das Inverkehrbringen von anabolen Steroiden ist in Deutschland, England, Australien, in den USA und in vielen weiteren Ländern illegal. Trotzdem ist der Besitz und Konsum oft nicht verboten und damit weltweit verbreitet. Kein Wunder, denn anabole Steroide kommen auch in der Medizin zur Anwendung, z.B. bei einer Hodeninsuffizienz.

Im Gegensatz zum Anabolika-Missbrauch ist die medizinische Verwendung jedoch sinnvoll. Anabole-androgene Steroide wurden hauptsächlich während des Zweiten Weltkriegs entwickelt, um entkräftete und kranke Kriegsgefangene und Soldaten wieder aufzuputschen.

Heute findet man sie hauptsächlich im Sport als Dopingmittel wieder. Diese werden entweder oral, über Cremes bzw. Gels oder über eine Injektion zugeführt.

Dabei schwören viele Konsumenten auf das sogenannte „Stacking“. Beim „Stacking“ werden verschiedene Anabolika im Wechsel oder zu gleicher Zeit zugeführt, um so angeblich die leistungstechnisch beste und zugleich gesundheitlich sicherste Dosierung zu gewährleisten.

Aber stimmt das? Kann man anabole-androgene Steroide sicher dosieren?

Anabolika Nebenwirkungen

Die Wirkungen von Anabolika sind weitreichend bekannt: Die Leistungskraft steigt signifikant an, man wird schneller, man kann viel mehr Muskelmasse aufbauen und die Regenerationszeiten verkürzen sich drastisch.

Bei Testosteron-Abkömmlingen treten zusätzlich androgene Nebenwirkungen auf. So bekommt der Mann einen stärkeren Bartwuchs, evtl. Akne und Haarausfall. Des Weiteren wird die Eigenproduktion vom Sexualhormon gehemmt, was zu einer Hodenatrophie, also zu einer Verkleinerung der Hoden führt.

Bei Frauen dagegen stellt sich ein vermehrtes Muskelwachstum ein, während sich die äußeren Geschlechtsmerkmale, darunter auch die Geschlechtsorgane, verändern. Zudem kann die Stimme tiefer werden und sich ebenfalls ein Bartwuchs einstellen.

Neben Testosteron gibt es auch andere populäre anabole Substanzen wie Somatropin und IGF-1, welche vor allem anabol auf Muskeln, Leber und Knochen wirken. Sie bauen zusätzlich Glykogen sowie Fett ab und aufgrund der schlechten Nachweisbarkeit von insulinähnlichen Wachstumsfaktoren sind sie besonders beliebt bei Athleten, die ihre Einnahme von Anabolika verschweigen.

Anabolika Nebenwirkung Gynäkomastie
Eine der bekanntesten Anabolika Nebenwirkungen – die Gynäkomastie, also das Wachstum der Brustdrüsen beim Mann, ausgelöst durch zuviel weibliche Hormone

Besonders bei Somatropin und IGF-1 ist die Gefahr auf das Wachstum von Tumoren oder der Extremitäten sehr hoch. Zudem kann die Wachstumshormonausschüttung beeinträchtigt werden und sich Antikörper bilden.

Klinische Studien mit anabolen-androgenen Steroiden sind aufgrund ihrer Illegalität nicht möglich. Allerdings weisen zahlreiche Steroid-Fälle aus der Vergangenheit darauf hin, dass anabole-androgene Steroide Auswirkungen auf die Leber, Nieren, Bluttfettwerte und auf das Herz haben.

Viele Bodybuilder aus dem 20. Jahrhundert litten trotz disziplinärer, gesunder Ernährung und regelmäßigem Sport an zahlreichen Tumoren, Organversagen und Herzinfarkten.

Besonders in großen Arterien, z. B. in denen des Herzen, wurden starke Arteriosklerosen beobachtet.

Zudem bewirken oral eingenommene Steroide offensichtlich starke Leber- und Nierenschäden.

Durch den Einfluss auf den Hormonhaushalt werden Anabolika ferner psychische Nebenwirkungen zugesprochen. So können psychische Störungen oder Aggressivität von diesen verstärkt werden.

Nach dem Absetzen anaboler-androgener Steroide sinkt der Testosteron-Spiegel abrupt ab, da kein eigenes Testosteron mehr gebildet wird und der Hormonhaushalt gestört ist. Daher ist das Konsultieren eines fachkompetenten Arztes und eines Psychotherapeuten von großer Bedeutung, um zum einen den Testosteron-Spiegel wieder auf Normalniveau zu bringen und zum anderen einer schweren Depression oder anderen psychischen Nebeneffekten entgegenzuwirken.

Fakt ist: Anabole-androgene Steroide sind bei langfristiger Einnahme, ob oral, über die Haut oder direkt ins Blut gespritzt, auf jeden Fall gesundheitsschädlich.

Anabolika vom Schwarzmarkt

Sie sind illegal und somit nur auf dem Schwarzmarkt zu erwerben. Dies führt gleichzeitig dazu, dass es keine Qualitätskontrollen geben kann. Es gibt zahlreiche Fälle, in denen gefakte oder mit Füllstoffen gestreckte chemische Verbindungen in Umlauf gerieten. Im glücklichsten Fall entfalten die eingenommenen Stoffe keine Wirkung, während das Geld verloren ist.

Alle Produkte von International Pharmaceuticals, Alpha Pharma, Phoenix Remedies sowie Magnum Pharmaceuticals werden in professionell ausgestatteten Laboratorien produziert, die in den meisten Fällen sogar staatlich abgenommen sind (z.B. im Fall Alpha Pharma).

Im schlimmsten Fall führen die vermeintlichen Anabolika zum Tode.

Doping im Spitzensport

Aber bevor ich ausschließlich die Konsumenten beschuldige, muss man zwischen einem zweiten Fakt abwägen: Nämlich werden Leistungssportler, die sich vom Sport finanzieren müssen, faktisch dazu getrieben, anabole-androgene Steroide zu nehmen. Beispielsweise, um neue Herausforderungen zu meistern, um neue Rekorde zu brechen und um das Maximum eines Menschen zu zeigen, was ohne Hilfsmittel gar nicht erst möglich wäre. Damit entsteht ein großer Druck von außen. Mitschuld tragen demnach auch die Zuschauer, das Publikum und die allgemeine Öffentlichkeit, die den Einzelnen unter Druck setzt.